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Pacific Coast Highway – Heading North

Ich habe eine weitere Nacht auf dem kostenlosen Campingplatz verbracht, diesmal zum Glück ohne Probleme mit dem Motor. Leider regnet es in Strömen.
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Müde mache ich mich auf den Weg nach Turangi um mein Travelmate Cecilia abzuholen und um in dem Hostel, in dem sie zur Zeit arbeitet, zu duschen. Ich habe Cecilia auf Facebook in einer der Neuseeland Gruppen kennen gelernt. Sie ist 26, hat chinesische Wurzeln, ist aber Amerikanerin, kommt aus Kalifornien und wird mich die nächsten Wochen begleiten.
Nachdem wir uns eine Weile mit unserer Reiseplanung beschäftigt und etwas gegessen haben, machen wir uns auf den Weg Richtung Napier. Wir haben aufgrund des Wetters beschlossen, zu erst die Ostküste hochzufahren.
Auf unserem Weg machen wir einen kurzen halt bei den Huka Falls, eine Kaskade von Wasserfällen des Waikato Rivers, deren hellblaues Wasser mit ordentlich Geschwindigkeit an einem vorbei braust.IMG_2200
In etwa zwei Stunden später kommen wir in Napier an. Das Wetter ist super, warm und sonnig. Da es schon nachmittags ist, beschließen wir nur einmal durch die Innenstadt zu schlendern und essen einzukaufen. Anschließend fahren wir zu einem kostenlosen Campingplatz, welcher direkt am Strand ist. Wir verbringen den restlichen Abend damit, uns zu unterhalten und den Sonnenuntergang direkt aus dem Bett zu genießen.
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Den nächsten morgen machen wir uns früh morgens auf dem Weg zu Cape Kidnappers. Das Kap ist nur bei Ebbe zu erreichen, so ist unser Zeitfenster begrenzt. Auf dem circa 8km (one way, 3h) langen Walk zum Kap kommen wir ganz schön ins schwitzen. Nach dem Mittagessen ist die Flut auch schon wieder so weit, dass wir uns langsam auf den Rückweg machen müssen.
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Nach kurzer Zeit habe ich schon keine Lust mehr auf den langen Rückweg. Zum Glück hält ein SUV mit ein paar Einheimischen neben uns und fragt „You guys need a ride?“. Ich stimme natürlich sofort zu. Cecilia sitzt im Auto, ich mit einem der Maoris auf der offenen Laderampe – ganz schön holprig. Er erzählt mir, dass sie nach Seeigeln tauchen waren und bietet mir direkt an, zu probieren. Eh ich wirklich antworten kann, hat er schon das Messer gezückt und einen der Seeigel getrennt und mir die hälfte in die Hand gedrückt. Ich bin überrascht, wie wenig „Fleisch“ doch in den großen harten Schalen ist. Es schmeckt erst salzig und dann süß, die Konsistenz ist sehr weich und zergeht auf der Zunge. Wir passieren alle, die uns auf dem Hinweg überholt haben – einige gucken doch sehr neidisch.
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Wieder am Auto angekommen gehts noch zum Te Mata Peak, einem Aussichtspunkt mit blick über die Stadt und dem Terrain herum bis es zurück zum Campingplatz geht. Wir verbringen insgesamt drei Nächte dort, da der Campingplatz sehr angenehm, die warme Dusche für einen NZD direkt um die Ecke ist und wir genug Zeit haben.
Wir machen noch einen Zwischenstopp für ein Weintasting, da die Region um Napier größtenteils aus Weinanbaugebieten besteht und die Region demnach sehr für ihre Weine bekannt ist, bis es weiter Richtung Gisborne geht.

In Gisborne selbst bleiben wir nur einen halben Tag, so viel hat die Stadt nicht zu bieten und das Angebot an Campingplätzen in und um die Stadt herum ist auch eher suboptimal. Wir verbringen die nächsten zwei Nächte auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Strand. Unser nächstes Ziel ist Tolaga Bay, eine kleine Bucht, mit dem mit 660 Metern längsten steinernen Steg der südlichen Hemisphäre. Wir bleiben dort eine Nacht, bis es knapp 100km weiter Richtung Norden zum Eastcape geht.
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Das Eastcape ist der östlichste Punkt der Hauptinseln Neuseelands. Hier kann man morgens quasi die ersten Sonnenstrahlen der Welt (ausgenommen von einigen kleinen Inseln) sehen. Auf dem Weg zum Campingplatz begegnen uns Pferde und Kühe, die hier keine wirklichen Grenzen oder Zäune haben. Immer wieder muss man anhalten, bis einem die Tiere mehr oder wieder freiwillig die Weg frei machen.
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Wir genießen den Rest des Tages und gehen früh schlafen, da der Wecker um 5:45 klingelt.
Das aufstehen fällt schwer, es ist immer noch dunkel. Sonnenaufgang ist um kurz nach 7, wir müssen allerdings noch 15 Minuten fahren und 800 Stufen gehen, bis wir beim Leuchtturm und somit dem besten Aussichtspunkt sind. So früh am morgen fällt das natürlich besonders schwer, jedoch ist der Ausblick jegliche Anstrengungen wert.
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Published inAllgemein

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